Pflegestelle

Mit einfachen Worten ausgedrückt Pflegestellen sind Zwischenstationen, die es den Tieren ermöglichen, in ein geregeltes Leben zurückzukehren.

Vorteile von Pflegestellen?

Die Vorteile für Mensch und Tier liegen klar auf der Hand, wenn man von Folgendem ausgeht.

Ein Hund lebt in der Regel zwischen 12-20 Jahren. Das Leben eines Menschen währt viel länger und das Durchschnittsalter beträgt 80 Jahre. Nehmen wir einmal an, der Mensch hat das 65. Lebensalter erreicht. Er hat in seinem Leben immer Hunde als treue Wegbegleiter gehabt. Der treue Gefährte ist aber verstorben und ein neuer Hund, als Welpe, kommt nicht infrage, denn der Mensch möchte nicht, dass sein Hund in ein Tierheim kommt, wenn er ihn nicht mehr versorgen kann. Hier bietet eine Pflegestelle Vorteile, denn der Hund wird aufgenommen, versorgt und geliebt. Das aber nur auf bestimmte Zeit. Die Pflege kann minimal nur wenige Tage betragen. Wird eine Endstelle gefunden, dann zieht der Pflegling aus und macht für ein anderes Tier Platz.
Auf diese Weise muss ein älterer Mensch nicht auf Tiere verzichten. Solange er das Tier optimal versorgen kann, solange kann er ein Tier im Haushalt haben. Kommt es dazu, dass der Mensch ernsthaft erkrankt oder gar in ein Pflegeheim muss, dann wird der Hund in keinem Tierheim landen, denn der Verein Tierheimat-Thüringen kümmert sich um eine geeignete Pflegestelle.

Was muss ich machen, um eine Pflegestelle zu werden?

Das ist ganz einfach, denn ein Anruf genügt und schon kann ein Termin für ein ausführliches Gespräch vereinbart werden. Während dieses Gesprächs werden alle Fragen geklärt und ein Pflegevertrag unterschrieben.

Kann ich helfen, ohne ein Tier aufzunehmen?

Ja, das geht und zwar mit einer Patenschaft. Für monatlich 30 Euro kann der Hund ärztlich und mit Futter versorgt werden. Die Patenschaft endet mit der Vermittlung an eine Endstelle.

Woher kommen die Hunde?

Unsere zu vermittelnden Hunde haben ganz unterschiedliche Erlebnisse. So können sie an Bäumen festgebunden und aufgefunden worden sein.

Sie können aus Haushalten stammen, wo sie, wegen Krankheit des Halters oder aus Altersgründen des Halters, nicht mehr bleiben können.

Es können aber auch Hunde sein die aufgefunden wurden, ganz einfach weil sie die Silvesterknallerei erschreckt hat und sie das Weite gesucht haben.

Und dann gibt es noch die Hunde aus Rumänien, Spanien und anderen Ländern, die dort in sogenannten Auffanglagern leben müssen oder die in diesen Lagern auf den Tod warten, weil sie ganz einfach verhungern, an Krankheiten sterben oder sie werden erschlagen oder mir einem Stromschlag getötet.

Wenn wir all diesen Tieren helfen können, dann machen wir das. Wir mischen uns ein und nehmen sie auf.

Gibt es auch Katzen?

Ja, wir haben auch Katzen zur Vermittlung. Hier liegen die Schwerpunkte aber anders, denn in Deutschland gibt es keine Kastrationspflicht per Gesetz.

Gerade im Frühjahr und Herbst werden immer wieder Kitten ausgesetzt. Entweder das Muttertier mit ihren Jungen oder die tragende Katze wird einfach in einem Katzenkorb irgendwo abgestellt. Kitten in Mülltonnen sind keine Seltenheit und es wurden auch schon Kitten gerettet, die eigentlich ertränkt werden sollten.

Dann spielt auch die Silvesternacht eine große Rolle, denn Katzen laufen davon, wenn sie zu laute Geräusche hören und dazugehören eben die Raketen, Böller und alles, was der Mensch an Silvester liebt.

Kaninchen/Meerschweinchen als Schützlinge

Auch solche Kleintiere werden von uns aufgenommen. Kaninchen, die in der Wohnung gelebt haben kommen in der Natur allein nicht zurecht und es gibt leider immer wieder Menschen, die sich einfach von den Tieren trennen und sie aussetzen.

Das gilt selbstverständlich auch für Meerschweinchen. Für die Kinder gekauft, die kümmern sich nicht mehr und schon müssen die Meeris weg.

 
 

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